Der Lindenauer Markt stellt die lebendige Mitte des Stadtteils Lindenau dar. Die jetzige Gestaltung des Platzes geht auf ein Gestaltungskonzept des Stadtplanungsamtes aus dem Jahre 1998 zurück. Ziel der Umgestaltung war es, einen lebendigen Marktplatz mit Erlebniswert als kommunikativem Mittelpunkt des Quartiers zu schaffen. Die Umgestaltung wurde 1999/2000 durchgeführt. Hochwertige Materialien auf den Böden, moderne Ausstattungselemente, eine Neuordnung der Verkehrsflächen und ein Grünkonzept werteten den Platz sehr deutlich auf.

Doch haben mittlerweile die tägliche Benutzung, aber auch Vandalismus und nicht ausreichende Pflege ihre Spuren hinterlassen. Außerdem zeigten sich in den letzten 15 Jahren einige funktionale Probleme des damaligen Konzeptes. Mit dem Kaufland-Markt ist 2012 am Lindenauer Markt zudem ein großer Magnetbetrieb entstanden, der die Frequentierung des Lindenauer Marktes stark erhöht hat. Die aktuelle Gestaltung und Verkehrsführung auf dem Lindenauer Markt entsprechen nicht ausreichend den Bedürfnissen der Hauptnutzer des Platzes: Dies sind vor allem die Fußgänger, aber auch Radfahrer und der ÖPNV.

Aus verkehrlicher Sicht haben sich vor allem folgende Probleme am Lindenauer Markt herauskristallisiert:

  • Lindenauer Markt Nordseite, Einschränkungen des Fußgängerverkehrs sowie fehlende Flächen für Auslagen und Freisitze
  • Schleichverkehr Kuhturmstraße trotz Verbot für Kraftfahrzeuge
  • „Nadelöhr“ Marktstraße
  • Schwierige Querung für Fußgänger und Radfahrer rund ums Theater der Jungen Welt
  • Konflikte aller Verkehrsarten untereinander am Knotenpunkt Kuhturmstraße, Dreilindenstraße, Goetzstraße und Lindenauer Markt

Mit der Erstellung des integrierten Verkehrskonzeptes wird auch ein Stadtratsbeschluss umgesetzt. Am 21.04.2010 machte der Stadtrat den Weg für die Errichtung des Kaufland-Marktes am Lindenauer Markt frei. Die Vorlage dazu wurde um den Punkt „zeitnahe Erstellung eines integrierten Verkehrskonzeptes für den Bereich des Lindenauer Marktes und der benachbarten Straßen unter Einbeziehung der BewohnerInnen des Ortsteils“ ergänzt. Das gewünschte Konzept sollte laut Antrag neben der Begrenzung der zusätzlichen Belastungen durch den Autoverkehr von und zum Handelscenter in den Wohnstraßen auch die weitere Verkehrsberuhigung des Platzes selbst und das Besucherparken der Musikalischen Komödie zum Inhalt haben.

Das geplante Untersuchungsgebiet wird begrenzt durch die Lützner Straße, die Merseburger Straße und die Erich-Köhn-Straße.

Mit der Erstellung der Studie wurde das Leipziger Büro StadtLabor beauftragt.