Logo jobpoint basicDas Projekt

Offene Anlauf-/ Servicestelle als Beratungs- und Kontaktplattform für benachteiligte Zielgruppe im Leipziger Westen in Kooperation mit dem Amt für Stadterneuerung und Wohnungsbauförderung (ASW) und gefördert aus dem ESF. Benachteiligt insofern, als dass aufgrund bestimmter Merkmale (Bildungs-, Sprachstand, Qualifikation) oder familiärer bzw. sozialer Lebensumstände (auch ökonomische und Wohnsituation) gegenüber der durchschnittlichen Bevölkerung eine ungünstigere Ausgangsbasis zur Erwerbspartizipation am ersten Arbeitsmarkt gegeben ist. Adressierte Zielgruppen sind u.a. Alleinerziehende, Menschen mit Migrationshintergrund und sozial benachteiligte Jugendliche aus bildungsfernen Milieus sowie Asylbewerber mit guter Bleibeperspektive im laufenden Asylverfahren und in Deutschland anerkannte Flüchtlinge. Weiterhin sollen Menschen mit Hilfebedarf gezielt aktiviert werden, den jobpoint basic für sich in Anspruch zu nehmen. Angestrebt ist dabei, sowohl den jeweiligen Zielgruppen durch spezifische Anspracheformen und Beteiligungsmodelle gerecht zu werden, als auch zu einer Annäherung der unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen beizutragen.

Zielsetzung

jobpoint basic schafft bei dem/ der Projektteilnehmer/in Voraussetzungen, eine leistungsgerechte, zufrieden-stellende und möglichst Existenz sichernde Beschäftigung bzw. Berufsausbildung aufzunehmen und aufrechtzuerhalten. Ressourcen des Beratung suchenden Menschen, als auch seines persönlichen Umfeldes, werden als Hilfe zur Selbsthilfe aktiviert, um eine eigenständige Positionierung am Ausbildungs- und Arbeitsmarkt zu ermöglichen.

Durch Case Management erfolgt der systematische Abbau integrationsrelevanter Hemmnisse sowie bei Bedarf die Übergabe in fachspezialisierte, professionelle Hilfen. Aufsuchende Ansätze kommen zum Einsatz, um Hilfebedürftige vor Ort zu aktivieren, auf das Leistungsportfolio von jobpoint basic aufmerksam zu machen und für die Nutzung zu öffnen.

Projekt-Ziele im Überblick:

  • Reflexion der individuellen Lebenssituation und Einsicht in Behandlungs-/ Hilfebedürftigkeit sowie Aufbau der Bereitschaft zur Inanspruchnahme von Hilfen
  • Motivationsentwicklung für die (Neu-) Aufnahme von Bewerbungsaktivitäten und ggf. zur beruflichen (Weiter-) Bildung
  • Entwicklung von Selbsthilfe- und Problemlösungskompetenzen
  • Förderung von Ausbildungsreife und Beschäftigungsfähigkeit
  • Stärkung der Erwerbsorientierung
  • Abbau von Eingliederungshemmnissen
  • Schaffung von Beteiligungs-und Mitgestaltungsmöglichkeiten
  • Verbesserung des Zugangs zum Ausbildungs- und Arbeitsmarkt
  • Verbesserung des sozialen Zusammenhalts im Leipziger Westen durch wechselseitiges Verständnis und Akzeptanz der verschiedenen Zielgruppen untereinander

Weichensteller in Richtung Erwerbsarbeit

Der jobpoint basic arbeitet nach dem work first- Ansatz und nutzt gezielt den stabilisierenden und sozial-inkludierenden Effekt von Erwerbstätigkeit für die Steigerung der persönlichen Lebenszufriedenheit des/der Projektteilnehmers/in.

Im Sinne eines geschlossenen Integrationsprozesses begleiten wir den/ die Teilnehmer/in bis hin zur erfolgreichen Erwerbsintegration. Zur bewerberorientieren Vermittlung arbeitet das Beratungsteam des jobpoint basic mit dem bereits bestehenden jobpoint zusammen.

Philosophie

Die Inanspruchnahme des jobpoint basic von Menschen mit Wohnsitz im Leipziger Westen, basiert auf Freiwilligkeit und ist nicht an den Bezug von Leistungen nach dem SGB II oder III gebunden. Unser  Support orientiert sich an dem individuellen Bedarf des/ der Teilnehmers/in und ergibt sich anhand des vorgetragenen Hilfegesuchs, der artikulierten Themen-/ Problemstellung bzw. der Konkretisierung von Handlungsbedarfen aus dem Setting heraus. In geschütztem Rahmen und angenehmer Gesprächsatmosphäre können Hilfebedürftige ihre dringlichen Themen platzieren und gemeinsam mit ihrem persönlichen Coach selbstbestimmte Lebens-und Berufsziele für sich definieren.

Der Aufbau einer vertrauensvollen Kooperationsbeziehung zwischen dem/der einzelnen Projekt-teilnehmer/in und „seinem“/ „ihrem“ Coach gelingt durch die ausdrückliche Berücksichtigung individueller Bedürfnisse und eine empathische, wertneutrale Haltung. Durch Motivations-, Lösungs- und Zielentwicklung in Interaktion mit dem Coach wird der/ die Projektteilnehmer/in dazu ermutigt, eigene soziale und berufliche Handlungskompetenzen  (wieder-) zu entdecken und für die Verbesserung seiner aktuellen Lebenssituation einzusetzen. An dem Beratungs-, Coaching-, Unterstützungsprozess sind die Projektteilnehmer/innen durchgängig aktiv beteiligt. Klassische sozialpädagogische Instrumente, als auch innovative Coaching- Methoden wechseln sich darin ab.

Beratungsformate (Übersicht)

Sofort- Beratung (auch ohne Termin): Erstkontakt zur Analyse der aktuellen Lebens-/ Erwerbs-situation und Einschätzung des Bearbeitungsumfangs, Möglichkeiten der Kooperation, Verabredung konkreter nächster Schritte.

Intensiv- Beratung (mit individueller Terminvergabe): Clearing-Gespräche zur Identifikation von Benachteiligungs-und Hemmnisfaktoren für eine soziale, gesellschaftliche und berufliche Integration, Entwicklung von Handlungsstrategien zum Abbau/ zur Problemlösung. Perspektivplanung. Ressourcenaktivierung. Erkennen/ Nutzen von Handlungspotentialen. Aufbau eines Ressourcen- Netzwerks. Förderung von Selbsthilfekompetenzen (Tagesstruktur, Alltags-/ Zeitmanagement). Bewältigung und Verbesserung der Lebenssituation.

Bei Bedarf: Antrags-und Übersetzungshilfen.

Außerhausberatung: Aufsuchende Sozialarbeit bei akuten Problemlagen unter Anwendung des systemischen Beratungsansatzes mit unserem Beratungsbus.

Jobberatung (mit individueller Terminvergabe): Ganzheitliches Profiling mit Kompetenz-/ Potentialanalyse, Erstellen eines Bewerberprofils, Orientierungs-Gespräche zum Ausbildungs- und Arbeitsmarkt, Unterstützung im Prozess der Berufswahl und bei der beruflichen Ausrichtung,  Bewerbungs-, Job- und Zielcoaching.

Beratungsteam

Mareike Garbe, Jobcoach: 0173. 208 86 86
Oliver Wolf, Sozialcoach: 0176. 579 79 523

Im Stadtteilbüro Leipziger Westen, Karl-Heine-Str. 54 / www.hilfe-auf-den-punkt.de (im Aufbau)
Sprechzeiten (ohne Termin): dienstags 10 bis 15 Uhr, donnerstags 15 bis 20 Uhr

jobpoint

unterstützt Projektteilnehmer/innen aus dem jobpoint basic mit Voraussetzungen für die Aufnahme einer Berufsausbildung bzw. sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung in der Phase der aktiven Vermittlung. Für eine passende Zusammenführung zwischen Arbeitgeber mit Personalbedarf und Bewerber/in (Matching von Anforderungs- und Tätigkeitsprofil) berät der jobpoint regionale Unternehmen zur Ausgestaltung von Personalrekrutierungs- und Stellenbesetzungsverfahren.

Durch bewerberorientierte Vermittlung leistet der jobpoint eine adäquate Besetzung von Stellen-vakanzen, die aus dem regionalen Unternehmernetzwerk gemeldet werden.  In der Arbeitgeber-kommunikation treten die jobpoint-Vermittler nicht nur als Mittler, sondern als Botschafter für benachteiligte Zielgruppen auf und erschließen individuelle berufliche Einstiegs- und Teilhabe-chancen auch des verdeckten Arbeitsmarktes und mit Einbezug von Fördermöglichkeiten.

Alternativ zur direkten Arbeitsvermittlung organisiert jobpoint je nach Leistungsniveau eines Bewerbers praktische Erprobungen, Betriebsbesichtigungen und Aushilfsjobs. Mit unserem Verfahren zur Kompetenzfeststellung in einem Erprobungsbetrieb, verifizieren wir die berufliche Eignung eines/ einer Bewerbers/in für eine alternative Tätigkeit unter realen Arbeitsbedingungen.

Kunden/innen der Agentur für Arbeit und des Jobcenters mit Anspruch auf einen Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein gemäß § 45 SGB III, bietet der jobpoint ein nach individueller Modulauswahl zusammen gestelltes Einzelcoaching-Programm.

www.mein-einzelcoaching.de