Intergriertes Stadtentwicklungskonzept (SEKo)

Die Basis der weiteren Stadtentwicklungsplanungen in der Stadt Leipzig stellt das Integrierte Stadtentwicklungskonzept der Stadt Leipzig (SEKo) dar. In ihm sind räumliche und inhaltliche Handlungserfordernisse festgelegt. Im SEKo hat eine stadtweite Prioritätensetzung zu baulichen, wirtschaftlichen und sozialen Handlungsbedarfen stattgefunden.

Die Stadt Leipzig kann auf eine erfolgreiche Transformation seit 1990 zurückblicken und will entscheidende Weichen für die integrierte Stadtentwicklung der Zukunft stellen. Die veränderten globalen Rahmenbedingungen, der demographische Wandel, die Folgen des Strukturwandels und die Herausforderungen der Wissensgesellschaft betreffen den Wirtschaftsstandort, die Infrastrukturen, aber auch das Wohnen und das soziale Zusammenleben der Stadtgesellschaft.

Da sehr viele Aspekte des städtischen Lebens berührt werden, erfordern die zu lösenden Zukunftsaufgaben ein integriertes Handeln der verschiedenen Akteure und Partner. Sie sind auf der Ebene der Gesamtstadt bis hin zu ihrer regionalen Einbindung und Rolle im Wirtschaftsraum Mitteldeutschland und in der Metropolregion Sachsendreieck angesiedelt. Zugleich sind die einzelnen Ortsteile, Wohnquartiere und Standorte der Bildung, Kultur und Daseinsvorsorge in ihren engen Bezügen zu einer sich wandelnden Stadtlandschaft mit hohen Qualitäten zu betrachten.

Das integrierte Stadtentwicklungskonzept (SEKo) bildet vor diesem Hintergrund eine Handlungsgrundlage für verschiedenste Akteure der Leipziger Stadtentwicklung. Es ist in einem mehrstufigen Verfahren und nach einem intensiven Arbeitsprozess innerhalb der Stadtverwaltung unter Federführung des Dezernates Stadtentwicklung und Bau erarbeitet worden. Auf der Basis einer gründlichen Bestandsaufnahme und in einem interaktiven Verfahren greift es fachliche Grundlagen und Facetten in einem breiten Spektrum der Stadtentwicklung auf und integriert sie in einem strategischen und handlungsorientierten Konzept. Mit fachübergreifenden Aussagen zu Schwerpunkträumen und Strategien der Ortsteilentwicklung sowie verschiedenen Fachkonzepten soll es einen Orientierungsrahmen für die Entwicklung der Stadt bieten. Entsprechend seinem integrierten und langfristigen Ansatz stellt das SEKo Leipzig 2020 die Gesamtstadt in den Mittelpunkt der Handlungsfelder und Konzeptbausteine. Im Rahmen von strategischen Zielen der Kommunalpolitik werden diese konkretisiert und Aussagen zur Umsetzung getroffen. Eine besondere Bedeutung hat das SEKo in Bezug auf die Beantragung von Fördermitteln im Freistaat Sachsen, da das Konzept Fördervoraussetzung für verschiedene Förderprogramme ist. Insofern entfaltet es auch Haushaltsrelevanz für alle Maßnahmen, die durch städtebauliche Förderprogramme des Freistaates Sachsen und der EU gefördert werden sollen. Entsprechend der Erfordernisse dieser Programme werden Abgrenzungen der Fördergebiete, Priorisierung von Maßnahmen und vertiefende teilräumliche Handlungskonzepte aus dem SEKo abgeleitet.

Das SEKo ist als Stadtentwicklungsplanung im Prozess angelegt, um auf die sich ändernden Rahmenbedingungen vorbereitet zu sein und reagieren zu können. Deshalb basiert es auf einem kleinräumigen Stadtbeobachtungssystem, das auch künftig für eine permanente Raumbeobachtung, die Einschätzung von Wirkungen sowie die Steuerung von Maßnahmen herangezogen werden kann. Das Integrierte Stadtentwicklungskonzept versteht sich als Kommunikations- und Kooperationsangebot für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Leipzig und richtet sich an die zahlreichen Partner der Stadtentwicklung.

 

Weitere Informationen zum Stadtentwicklungskonzept finden Sie auf den Seiten der Abteilung Stadtenwicklung des Stadtplanungsamtes Leipzig