Im Rahmen der bis 2020 laufenden EFRE-Förderperiode (EFRE, d.h.: Europäischer Fonds für regionale Entwicklung) werden im Fördergebiet Leipziger Westen vielfältige Projekte bezuschusst. Um interessierten Bürger*innen und Projektinteressierten die Möglichkeit zu eröffnen, sich über Fördermechanismen und -wirksamkeiten zu informieren, bereiten wir hier an dieser Stelle nach und nach Projekt-Vorstellungen und -Steckbriefe auf. Damit wollen wir dem Transparenzbedürfnis der Bürgerschaft Folge leisten.

Heute: „Dipasquale“ – Italienische Lebensmittel im Leipziger Westen:

::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::

+++ Projektname: „Dipasquale“ – Italienische Lebensmittel im Leipziger Westen

Die Karl-Heine-Straße als „Kleine Karli“ im Leipziger Westen hat das Potenzial weiterhin Treffpunkt Menschen vieler Altersgruppen und unterschiedlichster Herkunft zu sein. Dabei ist solch eine Straße natürlicherweise immer in Wandlung. Das „Dipasquale“, geführt von Andrea Dipasquale und unterstützt von seiner Familie, zeigt dabei auf, wie Miteinander, Respekt und Freundlichkeit funktionieren können. Und wie Genuss durch nachhaltig erzeugte Produkte und Charme geschieht. Für eine Vielfalt und Weltoffenheit an der Grenze zwischen Plagwitz und Lindenau.

+++ Was, ganz konkret, wird gefördert?

Nach fast zweijähriger Öffnung will und muss das „Dipasquale“ sein Verkaufspotenzial stärken. Die Frischetheke, das Herz des Ladens, sollte einen neuen Anstrich erhalten. Das „Dipasquale“ hat in neue Ablageflächen und neue Lebensmittelbehälter investiert, die den Hygienebestimmungen entsprechen und das Kundenauge ansprechen. Außerdem wird in naher Zukunft eine zweite Kasse eingerichtet, die Schlangenbildung minimieren soll: Hierfür muss in eine Kasse und ein Kassenmöbel investiert werden. Außerdem musste das Holzmöbelstück im Schaufenster, das extra für den Laden angefertigt wurde, aus praktischen Gründen umgeändert werden. Das Wurstsortiment im Dipasquale hat sich vergrößert. Die Kunden kaufen gern frische Wurst. Der Laden braucht daher eine größere Schneidemaschine, mit der größere Stücken Wurst geschnitten werden können. Die derzeitige ist zu klein und daher im täglichen Gebrauch recht hinderlich. Ein Heißluftofen soll das Bistroangebot des Ladens verschönern, sodass endlich auch mehr warme Speisen angeboten werden können. Bisher gibt es nur einen Grill, mit dem nur sehr begrenzt Essen gewärmt werden kann.

Neben der Stärkung des Verkaufspotenzials IM Laden, möchte das „Dipasquale“ auch sein „Außen“geschäft verbessern. Besonders im Cateringbereich ist die Nachfrage vorhanden, sodass hier die Ausstattung angeschafft werden muss (beheizbare Behälter, Kühlbehälter, Transportbehälter), um der Nachfrage nachzukommen.

Mehr verkaufen heißt auch mehr lagern. Die Lagerfläche muss vergrößert werden. Konkret mussten eine Kühlzelle eingebaut werden und eine kleine Klimaanlage aufgestellt werden.

Wenn mehr verkauft wird, braucht es mehr Verkäufer. Wir haben die große Hoffnung, dass sich die Investitionen bis zum Jahresende in Verkaufszahlen widerspiegeln, was dazu führen würde, dass wir mehr Leute einstellen könnten. Das wäre super!

 

+++ Wie hoch ist die Förderung?

 

5198.10 EURO

 

+++ Welche Relevanz hat das Projekt für Leipzig und den Leipziger Westen?

 

Eine Stadt lebt nicht von nationalen bzw. globalen Ketten, sondern vom Einzelhandel. Individuelle Geschäfte machen eine Stadt erinnerbar. Speziell der Leipziger Westen, der ja derzeit als Trendviertel gehandelt wird, zieht durch seine kleinen Läden und besonderen Lokalitäten an. Man findet im Leipziger Westen noch das Einzigartige. Man wird überrascht von Geschäften, die man noch nie vorher gesehen hat und die es sonst nirgendwo gibt. Diese Läden und Lokalitäten erzählen Geschichten. Die Kundenbindung ist eine ganz besondere. Man „kennt sich“. Das „Dipasquale“ hat mittlerweile einen festen Kundenstamm im Viertel etabliert. Solche menschlichen Beziehungen entstehen nicht in Kaufland und Co. Dazu braucht es den Einzelhandel. Auch die hochwertigen Produkte im Lebensmittelbereich gibt es sonst nirgends. Sie heben sich ab von Kaufhausqualität. Und mit der Förderung kann nun die Ausstattung des Ladens verbessert werden und ein Catering Service etabliert werden. Und es gibt für einen Italiener ja nichts Schöneres als sein Umfeld mit gesundem, schmackhaftem Essen zu versorgen.

Je mehr Verkaufspotenzial, desto mehr Angestellte benötigt der Laden. Mit einer Förderung von Stadtseite wird es einfacher, Menschen anzustellen. Im „Dipasquale“ sind es junge, motivierte Menschen, die gern mit Essen arbeiten, ihre Energie aber nicht in Studentenkneipen stecken möchten. Auch hier ist es großartig, dass es mit der Förderung leichter ist, diesen jungen Menschen eine Chance zu geben.

Solche Läden ziehen an. Auch Menschen über den Leipziger Westen hinaus. Solche Läden bleiben in Erinnerung. Und das ist doch schön für Lindenau und Plagwitz! Ohne finanzielle Förderungen von Stadtseite könnte das „Dipasquale“ sein Verkaufspotenzial nicht verbessern. Dankeschön! (Andrea Dipasquale)

+++Kontakt:

Andrea Dipasquale,

Karl-Heine-Str. 63

04229 Leipzig

mail: andrea@dipasquale.de

tel. 0341 24 741 821